Pflege kann teuer werden – das wissen die meisten. Aber wie groß die Lücke zwischen dem ist, was die gesetzliche Pflegeversicherung zahlt, und dem, was Pflege tatsächlich kostet, unterschätzen viele. Ich zeige Ihnen, was Sie wirklich erwarten können.
Was die Pflegekasse tatsächlich überweist
Die gesetzliche Pflegeversicherung ist eine Teilkasko-Versicherung – nicht mehr. Bei Pflegegrad 3 bekommen Sie zum Beispiel 1.432 Euro monatlich für ein Pflegeheim. Klingt erst mal ordentlich, oder?
Das Problem: Ein Heimplatz kostet in Thüringen durchschnittlich 3.500 bis 4.500 Euro im Monat. Die Differenz – Ihr sogenannter Eigenanteil – liegt schnell bei 2.000 Euro oder mehr. Jeden Monat. Das frisst Erspartes auf oder belastet Ihre Familie.
Häusliche Pflege: Nicht automatisch günstiger
Viele denken: „Dann bleibe ich eben zu Hause." Verständlich. Aber auch hier gibt es Grenzen. Bei Pflegegrad 3 zahlt die Kasse 1.363 Euro für einen Pflegedienst – oder 573 Euro Pflegegeld, wenn Angehörige pflegen.
Ein ambulanter Pflegedienst für tägliche Grundpflege kostet aber leicht 1.800 bis 2.500 Euro. Und wenn Ihre Kinder oder Ihr Partner einspringen, fehlt deren Einkommen. Diese versteckten Kosten rechnet vorher kaum jemand durch.
Warum private Vorsorge kein Luxus ist
Eine private Pflegezusatzversicherung schließt genau diese Lücke. Je früher Sie einsteigen, desto günstiger die Beiträge. Mit 35 Jahren zahlen Sie oft nur 25 bis 40 Euro im Monat für eine solide Absicherung. Mit 55 kann es schon das Doppelte sein.
Wichtig: Nicht jeder Tarif ist gleich gut. Manche zahlen nur bei bestimmten Pflegegraden, andere haben lange Wartezeiten. Das prüfe ich genau, bevor ich Ihnen etwas empfehle.
Das schaue ich für Sie durch:
- Wie hoch wäre Ihre persönliche Versorgungslücke bei verschiedenen Pflegegraden?
- Welche Tarifform passt zu Ihnen – Pflegetagegeld, Pflegekostenversicherung oder Pflegerente?
- Gibt es Vorerkrankungen, die bestimmte Anbieter ausschließen – und welche nicht?
- Staatlich geförderte Pflege-Bahr-Tarife: Lohnt sich das für Sie oder gibt es bessere Alternativen?
- Beitragsentwicklung und Leistungsdynamik – bleibt der Schutz auch in 20 Jahren ausreichend?
- Wie ist Ihre Familie abgesichert, falls Sie selbst zum Pflegefall werden?
Pflege ist kein Thema, das man gerne anpackt. Aber es ist eines, bei dem früh handeln richtig Geld spart. Lassen Sie uns gemeinsam schauen, was für Sie sinnvoll ist – ich nehme mir die Zeit dafür.